Funktionelle Osteopathie:

A) Cranio-Sacrale-Therapie  

Der menschliche Organismus ist das Zusammenspiel rhythmischer Körperfunktionen unterschiedlicher Art:

Der Herzrhythmus bringt das Blut, und die Atmung bringt die Luft in Bewegung. Dies sind zwei leicht wahrnehmbare Körperrhythmen. Die Cranio-Sacrale-Osteopathie beschäftigt sich mit der rhythmischen Bewegung des Hirnwassers. Wie Ebbe und Flut bewegt sich das Hirnwasser innerhalb der Hirnhäute langsam hin und her.

Diese Pulsation überträgt sich auf das sogenannte Cranio-Sacral-System; das heisst auf die Hirnhäute, die einzelnen Schädelknochen, die Wirbelsäule und auf das Kreuzbein. Von dort schwingt die Bewegung über das Skelett weiter auf den ganzen Organismus.Mit Sensibilität und Erfahrung ist diese Bewegung nicht nur am Kopf, sondern am ganzen Körper mit den Händen vom Therapeuten erfahrbar.

Wenn jedoch durch emotionalen oder mentalen Stress der ganze Organismus chronisch unter Spannung steht oder in der Vergangenheit die Schädelknochen, Wirbelkörper oder das Kreuzbein traumatisiert wurden, dann bleibt meist eine Verhärtung des Sacral-Systems zurück. Sind die knöchernen Strukturen und die Hirnhäute nicht mehr beweglich, bzw. elastisch, wird die Fluktuation des Hirnwassers und die cerebrale Blutzirkulation reduziert. In der Folge ist die Funktion des Zentralen Nervensystems eingeschränkt. Einige Beschwerden, die sich aus dieser Funktionseinschränkung entwickeln können, sind Schmerzleiden, körperliche und seelische Überempfindlichkeit; bei Kindern insbesondere Lernprobleme. Der Therapeut braucht keine Hilfsmittel, nur die unbegrenzte Aufmerksamkeit seiner Hände und versucht die Hemmung der Hirnwasserbewegung sanft zu lösen. In den darauffolgenden Tagen arbeitet der Cranio-Sacrale Rhythmus im Patienten selbstständig weiter. Der Gesundungsprozess beginnt.

Besondere Anwendung findet die Cranio-Sacrale Osteopathie bei Adaptionsstörung im Säuglingsalter oder z.B. bei Kiefergelenk – und HWS-Problemen bei Erwachsenen.

 B) Viscerale Osteopathie

Die viscerale Osteopathie fördert über eine manuelle Behandlung der inneren Organe deren eigene physiologischen Funktionsmöglichkeiten , was darüberhinaus zur Gesundung des Bewegungsapparates führt.

C) Parietale Osteopathie

Überall im Körper gestalten Faszcien die flexible Struktur der Körperhaltung und der Bewegungsabläufe in einem ununterbrochenen Verbund. So bilden sie eine anpassungsfähige Basis, um Kraft und Tempo einer Bewegung optimal  zu dosieren .Die Arbeitsteilung kann so effektiv strukturiert werden. Unausgewogene Dauerbelastung oder Verletzungen , bzw. Traumata verschiedenster Art können dieses Gewebe strukturell verändern und zu Schmerzen in Gelenken und Weichteilen führen, sodass der Haltungs-und Bewegungsapparat massiv gestört wird.

Mittels parietaler Faszcientechniken werden Impulse zur Wiedereingliederung der Faszciensegmente in den Gesamtverbund gegeben, indem sich Verklebungen, Blockaden, Einschränkungen lösen. Die freie und fließende Bewegung wird wieder geschmeidig.

 

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